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Cultural Transformation

Man kann nicht nicht in Unternehmenskultur investieren.

Empathie gibt’s nicht im Appstore. Und Transformation gelingt nicht ohne die Menschen. Aber wie schafft man es, die Menschen und die Kultur mitzunehmen, wenn sich die Rahmenbedingungen so fundamental ändern wie in unserem aktuellen Umfeld? Und wie wichtig ist Kultur eigentlich wirklich?

Beim Corporate Culture Jam haben wir gemeinsam mit 100 Personalverantwortlichen. Marketern und Innovationsmanagern Antworten auf genau diese Fragen gesucht. Unser Rückblick in sieben Thesen.

Dinge sind schöner, wenn man sie teilt

Cultural Fit entscheidet bei Arbeitgeberwahl

97% der Fachkräfte finden den Cultural Fit mit Arbeitgeber wichtig, aber nur 37% können sich mit ihrem eigenen Arbeitgeber identifizieren. Diese klaffende Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit deckt eine aktuelle Stepstone-Studie auf. Sie zeigt auch, dass Unternehmen momentan mit viel Lametta versuchen, im Recruiting ein tolles Bild der Kultur aufzubauen, um die besten Leute zu gewinnen. Die gehen aber ganz schnell wieder, wenn sie nicht zum Unternehmen und der tatsächlich gelebten Kultur passen.

Unterm Strich verlieren dann alle. Geld, Zeit und Imagepunkte. Ziel von Personalabteilungen kann also nur sein, frühzeitig ein authentisches Bild der Kultur zu vermitteln. Auch wenn es schwer fällt. Unternehmen, die auf Cultural Fit achten, haben zufriedenere und produktivere Mitarbeiter.

Kultur prägt Customer Experience

Die Kultur und innere Haltung der Mitarbeiter schlagen direkt darauf nieder, wie Kunden den Kontakt mit dem Unternehmen, seinen Produkten und Services erleben.

Das zeigen auch die Erfahrungswerte eines Teilnehmers des Corporate Culture Jams: „Seit einiger Zeit sinkt die Qualität unserer Produkte. Ich glaube, das bekommen wir nicht über bessere Maschinen oder Prozesse in den Griff, sondern nur über unsere Kultur. Die Mitarbeiter müssen Lust haben, gute Arbeit zu machen.“

Man kann nicht nicht in Unternehmenskultur investieren.

Die Unternehmenskultur entsteht aus allem, was Mitarbeiter und Führungskräfte tagtäglich tun. Die Chance: Dinge reflektierter tun. Wenn wir uns mehr darüber im Klaren sind, was unsere Kultur prägt, können wir sie besser steuern. Und auf die Stimmung in der Mannschaft reagieren.

Wer einfach nur durchentscheidet riskiert, dass hinter dem eigenen Rücken eine Unternehmenskultur entsteht, die dem Erfolg entgegen arbeitet.

Von Change-Prozessen zur Haltungsfrage

Nicht Change Prozesse verändern Kultur. Es sind die Mitarbeiter, die die Transformation tragen müssen. Deshalb ist es so wichtig, ein gemeinsames Ziel zu definieren. Einen Purpose zu haben. Klarheit darüber zu schaffen, wofür und wogegen man als Unternehmen kämpft. Wer eine starke Mission mit einer starken Haltung nach innen und außen glaubwürdig vertritt, wird mehr als ein Arbeitgeber.

Strukturen, Prozesse und Regeln prägen Kultur. Wo das Organisationsdesign dem Kulturwandel entgegensteht, wird dieser Wandel nicht stattfinden. Es sei denn, es gibt innerhalb der Organisation Rebellen, die die Regeln sprengen. Die entscheidende Frage ist also: Welches Organisationsdesign passt zu unserer Haltung – und soll somit unsere Kultur prägen?

Eine Chance bieten smarte Technologien und neue Arbeitsweisen. Sie können Lust machen, Dinge anders anzugehen als bisher – und so kulturellen Wandel fördern.

Silos sind der Tod von Innovation und kultureller Veränderung

Wer eine Innovationskultur schaffen will, braucht mehr als ein schickes Lab in Berlin. Das wird in 80% der Fälle scheitern. Weil die Ergebnisse der Labs nicht so ohne weiteres in die bestehenden Kernprozesse integriert werden können. Und weil es so große Barrieren in den Köpfen der Menschen gibt. Die Technologie ist nicht die Herausforderung. Der kulturelle Nährboden ist die Herausforderung.

Innovation ist Teamsport. Wenn sie gelingen soll, müssen alle Stakeholder im Unternehmen frühzeitig ins Boot geholt werden. Wer die Menschen nicht einbezieht und aufrichtig mit ihnen spricht, kann auch kein Commitment verlangen.

Die ideale Unternehmenskultur gibt es nicht

Welche Unternehmenskultur nützlich ist, hängt auch davon ab, in welchem Markt ein Unternehmen sich bewegt und welche Customer Experience es schaffen will.
Kulturelle Aspekte, die in den meisten Unternehmen nützlich sein könnten:

• eine gemeinsame Vorstellung vom Purpose
• gegenseitige Wertschätzung
• aktiver Austausch mit Zielgruppen und ein Verständnis dafür, was sie umtreibt

Daniela Gleue, Herzlichkeitsbeauftragte bei Upstalsboom ist darüber hinaus überzeugt: „Sinnorientierung geht über Mitarbeiterorientierung.“ Ihre Erfahrung zeigt, dass man den Leuten nicht nur irgendwelche Incentives bieten muss. Sie müssen den Sinn in ihrer tagtäglichen Arbeit sehen.

Jeder Tag zählt

Beim Corporate Culture Jam haben wir mit vielen Teilnehmern gesprochen, die kulturelle Transformation in ihren Unternehmen vorantreiben. Bei allen zeigt sich (Überraschung), dass Kultur in der Realität schwer zu ändern ist. Und dass sie für jede noch so kleine Verbesserung kämpfen müssen. Damit die eigene Motivation nicht zwischen den alltäglichen Frustmomenten unter die Räder kommt, hält Uwe Tschischak von Volkswagen Financial Services es mit Muhammad Ali und sagt: „Sorgen Sie dafür, dass jeder Tag zählt.“ Wir sind dabei.

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